NuklearMedizin 2016: Positive Bilanz

Eine erfolgreiche 54. Jahrestagung der DGN auf dem Gelände der Messe Dresden liegt hinter uns. Unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Jörg Kotzerke (Dresden) wurden 2.419 Teilnehmer aus 20 Nationen registriert. Insgesamt wurden in Dresden 175 wissenschaftlichen Vorträge und 111 wissenschaftliche Poster präsentiert. Das Fortbildungsprogramm umfasste zehn Sitzungen, in denen überwiegend TED zur interaktiven Lernkontrolle eingesetzt wurde.

Das MTRA-Programm bestand in diesem Jahr aus sechs freien Vortrags- und vier Posterpräsentationen sowie sieben Fortbildungsveranstaltungen. Zudem hatten die MTRA die Gelegenheit, sich beim Dresdner MTRA-Workshop in praktischen Übungen in der Qualitätskontrolle von Tc-99m-markierten Radiopharmaka weiterzubilden. Dieser Workshop wurde von der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums der TU Dresden organisiert.

Zum Auftakt der NuklearMedizin 2016 hielt Herr PD Dr. Ken Herrmann (Würzburg) die Wolfgang Becker-Gedächtnis-Vorlesung zum Thema „Targeting the nucleotide synthesis pathway for imaging and therapy“.

Hervorzuheben sind zudem zwei neue Vortragsreihen, die den Fokus auf Qualität, Nachwuchs und die Ausrichtung auf die Zukunft legten und die beim diesjährigen Kongress erstmals angeboten wurden: Zum einen die „Young Science“-Sitzungen, die sich aus Vorträgen aus den von den Reviewern am besten beurteilten Abstracts von Nachwuchswissenschaftlern zusammensetzten. Zum anderen die „Future Science“-Sitzungen, in denen Forschungsgebiete dargestellt werden konnten, die in der Zukunft für die Nuklearmedizin relevant sein werden. Diese „Future Science“-Sitzungen zeichneten sich auch durch die einleitenden Keynote-Lectures von nationalen und internationalen Referenten aus. Beide Veranstaltungen stießen auf großes Interesse bei den Besuchern der NuklearMedizin 2016.

Einer sehr positiven Resonanz erfreuten sich auch die zwei Nuklearmedizin- und Radiologie-Foren. Gemeinsam organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) und der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) fanden sie zum Thema „Hybridbildgebung“ statt. Die wissenschaftliche Leitung lag bei Herrn Prof. Dr. Bernd J. Krause (Rostock) und Herrn Prof. Dr. Gerald Antoch (Düsseldorf). Renommierte Vertreter beider Fachgesellschaften haben hier zu ihren jeweiligen Schwerpunkten referiert.

Mit großem Erfolg ist auf der Jahrestagung in Dresden erneut eine Nachwuchslounge der DGN eingerichtet worden, die den jungen Wissenschaftlern unseres Fachgebietes eine zusätzliche Kommunikationsplattform geboten hat. Auch das vom Bundesverband Schilddrüsenkrebs, Ohne Schilddrüse leben e. V., organisierte Arzt-Patienten-Symposium stieß auf reges Interesse. So konnten mit dieser Veranstaltung auch Patienten als weitere Zielgruppe in den Kongress eingebunden werden. Die DGN freut sich über die gelungene Zusammenarbeit mit den Vertretern der Patientenselbsthilfe-Organisation.

Eine gut besuchte und lebendige Industrieausstellung mit 64 Ausstellern aus neun Ländern sowie sieben Lunchsymposien rundeten das Tagungsgeschehen ab.

Das Vorkongress-Symposium am 20. April 2016 ist auf sehr großes Interesse bei den Kongressteilnehmern gestoßen. Zum Auftakt der NuklearMedizin 2016 widmete es sich dem Thema „Innovative Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms“. Die wissenschaftliche Leitung des Symposiums lag in den Händen von PD Dr. Thorsten Derlin (Hannover) sowie Dr. Sarah Schwarzenböck (Rostock).

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Mitwirkenden für ihren Beitrag zu einem gelungenen und erfolgreichen Kongress. Schon jetzt freuen wir uns auf die gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Nuklearmedizin vom 26. bis 29. April 2017 ebenfalls in Dresden.